Filmtest Fomapan 200 im Format 4×5. Entwickler: XTOL 1+2.

Filmtest Fomapan 200 im Format 4×5. Entwickler: XTOL 1+2.

Filmtest Fomapan 200 im Format 4×5. Entwickler: XTOL 1+2.

Nachdem die Firma Efke die Produktion von Filmen eingestellt hatte, stand ich plötzlich ohne preisgünstige Alternative zu den teuren Qualitätsfilmen von Ilford, Kodak oder Fuji da.

Ich habe zunächst einige Negative mit Belichtungs- und Entwicklungstests geopfert, bis ich eine Entwicklungsreihe für N-1, N und N+1 bestimmt hatte. Bei mir ergaben sich 6 Minuten, 8:30, und 11:30 rotiert in einer Durst Papiertrommel auf einem Durst Rotationsgerät bei 20 Grad. Ich habe 13 Unzen Xtol Stammlösung mit der doppelten Menge Wasser verdünnt und als Einmalentwickler verwendet. Die folgenden Bilder zeigen die Resultate von Praxistests auf Basis dieser ermittelten Werte. Einmal das Stilleben mit der Nuss. Es erforderte 9 Sekunden Belichtungszeit wegen des Schwarzschildeffekts, das beim Foma recht stark zum Tragen kommt. Die beiden Negative wurden mit 6 Minuten (N-1) und 8:30 Minuten (N) entwickelt und auf Adox Variotone Barytpapier vergrössert. Die Normalentwicklung ist bereits etwas hart ausgefallen. Das hat mit dem Schwarzschild zu tun, der eine Kontraststeigerung zur Folge hat. Es empfiehlt sich also bei langen Belichtungszeiten etwas kürzer zu entwickeln. Das Negativ hat dann noch genügend Kontrast auch für kräftigere Abzüge, als das hier gezeigte Beispiel.






Das zweite Motiv zeigt ein Küchenstilleben (man nimmt, was man zur Hand hat für Tests). Hier wurde mit 1/50 belichtet und mit 8:30 Minuten bzw. 13 Minuten entwickelt. Das zweite Negativ liegt also bei N+1,5. Trotzdem zeigen beide Vergrösserungen (wieder auf Adox Variotone Baryt) ähnliche Zeichnung in Lichtern und Schatten. Der Film erweist sich bei solchen Motiven mit normalem Kontrast als recht gutmütig.
Das Korn ist sehr schön und bei diesen Vergrösserungen nicht zu erkennen.







Ich habe noch zwei Aufnahmen dazu gepackt, die im Freien und bei schwierigen Lichtverhältnissen entstanden sind. Die Pferde sind unbearbeitet vergrössert. Auf dem Papierabzug ist im weissen Rauhreif durchaus noch Zeichnung zu sehen. Die Bergkette im Nebel musste eine Blende länger belichtet werden, als der Vordergrund, um einigermassen gut zu zeichnen. Ich denke, das kann man nicht dem Film anlasten.




Die nasse Schicht des Fomapan 200 ist empfindlich gegen mechanische Schäden. Wenn man mit den Fingernägeln drüber fährt, oder den nassen Film über die Entwicklungsdosenkante zieht, ist die Wahrscheinlichkeit von hässlichen Kratzern sehr gross. Aber das ist eigentlich auch nicht das Problem des Films..


Nachdem ich bis jetzt erst etwa 20 Blatt 4×5 Fomapan 200 verbraucht habe, kann ich feststellen, dass dieser Film absolut in der Lage ist, meine Bildvorstellungen bis aufs Papier zu transportieren. Ich empfehle jedem, der vielleicht wie ich noch viel zu lernen und experimentieren hat, den Kostenvorteil dieses schönen Films zu nutzen.

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Comment ( 1 )

  • Rolf

    Erstmal besten Dank für deinen Bericht ! Habe erst kürzlich mein Xtol (und D-76) geliefert bekommen und bin jetzt am Tests durchführen. Foma 200 ist mein Allroundfilm, welcher ich mit einem Bulkloader selber in Kanister verpacke, wobei ich für Ausprobierzwecke die Filmlänge meistens so auf 12 bis 15
    Bilder beschränke. Mein erster Versuch gestern kurz vor Sonnenuntergang ist ein Anfang….Ich bleibe auf jeden Fall dran und werde auch noch Versuche mit D-76 machen. Übrigens: mein “Stammentwickler” ist Rodinal (auch für FP4 und HP5; KB und 120er-Film). “Gut Licht” !

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